von Norbert » 03.02.10 23:32
Die Info ist richtig, das Spiel ist 0:0 ausgegangen. Aber eins nach dem anderen...
Am Südkreuz fanden wir uns zu dritt ein und genossen erstmal ausgiebig (Sonnenschein, blauer Himmel, erstes Bierchen...) das Auswärtsfahrtfeeling. Incl. Verspätung des Zugs, der aufgrund eines Notarzteinsatzes für einen Passagier eine Viertelstunde später kam.
Google Maps lügt nicht, das mußten wir bei dem Spaziergang zum Werner-Seelenbinder-Stadion feststellen. "22 Minuten Fußweg": das war genau das, was wir auch brauchten vom Bahnhof bis zum Eingangsbereich.
Auf, um, im und überhaupt überall im Stadion und auf dem Gelände befanden sich Schneemassen ohne Ende. So konnten wir nur erahnen, wie nett und schnuckelig das eigentliche Stadion von Luckenwalde aussieht. Der Eintrittspreis von 3 euro war an sich fair enough.
Der Kunstrasenplatz war als einziger von Schnee freigeschüppt worden, obwohl er sich nach Aussage von Stille (nachher noch im Casino getroffen) anfühlte, wie ein Betonboden. Winter eben.
Beginn der Partie war übrigens um 18:30 Uhr, bei den Anstoßzeiten, die so hier und da kursierten, hätte man also locker eine Lotterie draus machen können. Sei es drum, so hatte man noch Zeit für ne Knacker (echt lecker da!) und nen Bier im Casino, wo wir auch fairistmehr und Olaf trafen.
Das Spiel selber war kein großes Highlight. Flüssige Kombinationen waren hier und da schon vorhanden, verebbten aber regelmäßig in der sehr konsequenten Defensive der Luckenwalder. Andersherum sah es aber auch nicht besser aus. Insgesamt gesehen hatte TeBe mehr Spielanteile, ohne daraus aber nennenswerte Chancen zu kreieren, einen Kopfball an den Außenpfosten in der 1.HZ einmal abgesehen.
Es war zwar nicht so sibirisch-kalt, wie letztens mit Gladbach im Olympiastadion, dennoch war der Chill-Factor durch den Wind nicht zu verachten. Man war froh, zur Halbzeitpause ins warme Casino gehen zu können. In HZ 2 war das Spiel weitestgehend so, wie schon in den 1. 45 Minuten. Immerhin: wir haben solide gespielt und kaum etwas zugelassen. Selber schafften wir es aber nicht, die konzentrierte und massive Defensive von Luckenwalde mit schnellen Kombinationen in Verlegenheit zu bringen. Es gab dazu während des gesamten Spiels vielleicht 2 bis 3 Mal schöne Ansätze. Diese versandeten aber leider mit dem (mindestens) vorletzten Paß regelmäßig in der Abwehr der Brandenburger.
Nach Abfiff gings frierenderweise wieder ins Casino, um sich bei Bier, Glühwein und Kaffee wieder etwas aufzuwärmen. Dankenswerterweise kam dann für die Berliner Fraktion R. vorbei, um uns per Automobil in die Hauptstadt zurückzufahren (er war grad zufällig da). Hoffe, daß fairistmehr auch den Weg gen Süden sicher und ohne Frieren zurückgefunden hat.
"Der Luckenwalder" an und für sich war übrigens ganz nett bzw. auch einfach nicht sonderlich "interessiert" an uns. Das ist jetzt ehrlich als Kompliment zu verstehen! Hat also insgesamt alles gestimmt, bis auf die fehlenden Tore...