von Salomon » 07.07.06 23:20
"und ich dachte "antideutsch" ist eine krankheit oder sowas. tut mir leid, aber wir werden weiterhin politische artikulationen in den fanszenen vorantreiben. das gehört zu unserem selbstverständnis. "
Das mal als Zitat aus dem Thread, wo ich hier als Revisionist, also im linken Sprachgebrauch als Nazi denunziert wurde.
Aber das ist nicht das Problem, ich weiß ja mittlerweile dass ich mindestens ein Counter-Schwein bin, reif für den nächsten (sorry, näxsten) Laternenpfahl.
Das Problem liegt tiefer. Da bestimmte Gruppen oder Personen meinen, bei TeBe politisieren zu wollen (die o.g. Aussage ist klar), die TeBe-Fans aber über genug Hirnsubstanz verfügen, solche Versuche zu durchschauen und in der sehr überwiegenden Mehrheit abzulehnen, erzeugen diese Einzelpersonen Gegenwehr. Sei es dadurch, dass sich viele "alte" User zurückgezogen haben (das nennt man passiven Widerstand) oder aber permanent in Konflikt sind. Dazu gehöre ich. Ich werde es mir nicht gefallen lassen, dass TeBe unterwandert wird. TeBe ist kein linker Verein, dazu ist TeBe viel zu geil. Und ich werde immer meine Schnauze aufreißen, wenn ich politisch eine andere Meinung vertrete. Die FREIHEIT nehme ich mir. Dass die entsprechenden Einzelpersonen darauf sehr empfindlich und denunziatorisch reagieren liegt in der Logik der Sache begründet.
Es gab früher einen Konsens, Denis hat darauf hingewiesen, er hat aber einen Aspekt vergessen. Die Selbstironie. Himmel, wir sind 300 Hansels, wie kann man sich da nur so ernstnehmen, und zum Beispiel aus dem Verfolgen eines Fußballspiels eine politische Aktion ableiten. Ich erinnere an die großen Zeiten der TeBe-Fans, das waren für mich die Auswärtsfahrt Cottbus (Kapa - gööööttlich), die Traditionsdebatte - unvergessen, die Lila-Laune (Sammlerstücke), das hat SPASS gemacht.
Das war der Geist von TeBe. Und manchmal blitzt er noch auf.
Dieser Geist ist aber das genaue Gegenteil von Dogmatismus, den einige Einzelpersonen hier pflegen und mit einer Agressivität vorbringen, die ich mir nicht gefallen lassen werde. Dafür ist mir TeBe zu wichtig.
P.S.: Ich gebe allerdings gerne zu, dass ich rhetorisch recht regelmäßig über die Stränge schlage, ich schätze halt die scharfe Auseinandersetzung. Ich hoffe, ich habe noch niemanden persönlich beleidigt. Wenn dem so wäre, entschuldige ich mich hiermit.